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Konzert mit Emanuel Pahud und Raphael Christ mit dem Stuttgarter Kammerorchester am 8.3.2011 |
Konzert mit Sabine Meyer und den Festival Strings Lucerne am 19.11.2010
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Der String DoctorWolfram Christ gehört zu den international gefragtesten Vertretern seiner Zunft. Seit 1999 ist der langjährige Solobratschist der Berliner Philharmoniker Professor an Freiburger Musikhochschule, daneben startete er eine zweite Karriere im Dirigierfach. In dieser Eigenschaft beschert er der Musikstadt Freiburg nun ein neues Kammerorchester – das der Musikhochschule. Vor dem Debütkonzert unterhielt sich Alexander Dick mit dem Musiker.Badische Zeitung 31.12.2009
BZ: Herr Christ, Sie starten an der Musikhochschule mit einem neuen Projekt – einem Kammerorchester. Es verwundert fast ein wenig, dass es so etwas bislang noch nicht gegeben hat. Wie ist das zu erklären? Wolfram Christ: Ja, es ist wirklich erstaunlich, dass es das trotz der hervorragenden Streicherklassen bisher nicht gab. Ich kann es auch nicht erklären. Ich bin jetzt seit fast zehn Jahren hier und habe damals am Konservatorium in Sydney angefangen, Streichorchester zu dirigieren. Danach habe ich Kammerorchester an vielen anderen Orten geleitet, etwa als Chef des Kurpfälzischen Kammerorchesters in Mannheim oder jetzt als Erster Gastdirigent beim Stuttgarter Kammerorchester. Ich habe auch sehr viel mit Studenten gemacht, wie gerade der Camerata Madrid, dem Kammerorchester der Reina Sofia-Akademie oder dem Kammerorchester der von Claudio Abbado initiierten Gustav-Mahler-Akademie in Ferrara und Potenza. Und dann dachte ich, ich müsste so etwas auch einmal hier an meinen Wurzeln in Freiburg machen. Auslöser war eine Konzertanfrage beim Ministerium für Wissenschaft und Forschung in Stuttgart, und dafür stellte ich erstmal ein Kammerorchester mit Studierenden aus Freiburg zusammen. Und diese Idee, das in Freiburg fortzusetzen, wurde von den Studenten und vom Rektorat begeistert aufgenommen. Christ: In sehr groß besetzten Orchesterwerken kann sich manchmal der einzelne in einer sehr großen Streichergruppe ein wenig verloren vorkommen. Im Kammerorchester ist das nicht so, da ist die Durchhörbarkeit und die Verantwortung jedes einzelnen extrem. So einfach die Werke auch scheinen, so wichtig ist jedes Detail. Christ: Dass wir zunächst als Kammerorchester ein Kernrepertoire erarbeiten von großen, wichtigen Stücken. Und eine Abwechslung in der Stilistik. Mir war das deswegen so wichtig, weil die Studenten sich für dieses Projekt für zwei Semester verpflichten müssen. Und da machen wir im Juni ein Konzert mit Hélène Grimaud, mit der wir uns schon als etwas gefestigtes Ensemble präsentieren wollen. Eine solche Einheit aber erlangt man am besten über ganz anspruchsvolle Stücke. BZ: Wie sind Sie zufrieden mit der Qualität der Musiker? Christ: Es ist ein großes Potenzial vorhanden und auch eine Riesenbegeisterung. Wir hatten immerhin 40 Bewerbungen, obwohl das Kammerorchester keine Pflichtveranstaltung ist, so dass ich gezwungen war, ein Auswahlvorspiel zu machen und ich bin mit dem Ergebnis sehr, sehr zufrieden. Christ: Das ist entscheidend. Der Stimmführer ist dafür verantwortlich, dass die Dinge, die ein Dirigent vorgibt, in die Gruppe hinübergetragen werden; dass die Impulse auch wirklich weitergeführt werden und nicht am ersten Pult blockiert werden, so dass kein Gruppenklang entstehen kann. Im großen Sinfonieorchester ist das übrigens noch wichtiger als im Kammerorchester. Christ: Das ist natürlich ein bisschen schwierig für mich zu antworten, weil ich da über mich selbst sprechen muss. Vielleicht ein Beispiel: Ich bin einige Male eingeladen gewesen als Dozent beim Simón Bolívar Youth Orchestra in Venezuela. Und da sagte José Antonio Abreu, der Gründer dieses Orchesters, zu mir: Das Herz eines Orchesters, das sind die Streicher. Die Bläser sind die Solisten. Mich aber nennt er für das Carracas-Orchester "The String Doctor". Das sagt vielleicht etwas darüber aus, was es für ein Orchester bedeutet, so detaillierte fachliche Anweisungen zu bekommen. BZ: Eine andere Frage ist die der Emotionen. Ist die Beziehung Musiker–Dirigent etwas, das erst wachsen muss, oder klärt es sich ziemlich schnell, ob man sich mag oder nicht? Beim Lucerne Festival Orchestra, dem Sie ja seit Gründung angehören, hat man immer den Eindruck, dass hier noch einmal emotionaler musiziert wir als in anderen Spitzenklangkörpern. Christ: Das habe ich in Berlin über 20 Jahre erlebt, und die Psychologie hat mich immer besonders interessiert: Warum schafft es der eine Dirigent, dass alle hingebungsvoll spielen, und der andere nicht? Beim Lucerne Festival Orchestra ist es natürlich der geradezu paradiesische Zustand, dass alle Musiker für einen Dirigenten spielen – für Claudio Abbado. Und was Studentenorchester anlangt, kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen: Begegnungen mit arrivierten Dirigenten und Musikern sind ein riesiger Anreiz für die Studenten. So etwas prägt. Und das ist etwas, was ich auch hier an der Hochschule verstärken will. Es ist etwas anderes, wenn Sie einem Studenten sagen, so wird’s gemacht und schicken ihn dann alleine auf die Bühne als wenn Sie selbst mit auf der Bühne stehen – in dem Fall Hélène Grimaud und ich. Große Künstler suchen im übrigen gerne den Kontakt zu jungen Musikern. Christ: Mein Ziel ist klar, dass wir das weiter machen. Jetzt warten wir erst einmal das erste Konzert ab, von dem ich glaube, dass es sehr gut wird. Wenn dann die Konstruktion noch fester in der Hochschule integriert ist, können wir in die Pläne fürs nächste Jahr eintreten. Ich möchte wieder einen berühmten Künstler finden, der seine Erfahrungen in das Orchester hineinbringt. Denkbar wäre auch, dass ein junger Komponist – wir haben hier in Freiburg ja ganz arrivierte Leute – für uns ein Werk schreibt. Es soll kein Kammerorchester sein, das still vor sich hinbastelt. – Kammerorchesterkonzert mit Werken von Mozart, Schönberg und Dvorák am Samstag, 9. Januar, 20 Uhr, |
PRESSEMITTEILUNG des Stuttgarter Kammerorchesters e.V.
Das Stuttgarter Kammerorchester verleiht Wolfram Christ den Titel „Erster Gastdirigent“.
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Wolfram Christ ist künstlerischer Leiter des neugegründeten Festivals
Pressekonferenz "Hachenburger Frühling" Pressekonferenz am 28. 1. 2009 mit Wolfram Christ, dem künstlerischen Leiter, sowie dem Hachenburger Bürgermeister Peter Klöckner, Annette Pagel (Organisation, Hähnelsche Buchhandlung) und dem Team der Hachenburger "Kulturzeit".
Ein Novum im Frühling Wolfram Christ leitet neuartiges Klassikfestival in Hachenburg - Sechs Konzerte binnen drei Wochen Schneeglöckchen, Schwalben und Schmetterlinge gelten gemeinhin als Frühlingsboten. Im "Hachenburger Frühling" kommen allerdings noch Akkordeon, Trompete, Posaune, mehrere Schlagzeuge und jede Menge Streichinstrumente hinzu. HACHENBURG. In Hachenburg kann der Frühling kommen! Die Vorfreude ist groß, denn erstmals geht die aufblühende Jahreszeit mit einem neuartigen Musikprojekt einher: "Hachenburger Frühling" lautet der bezeichnende Titel dieses Klassikfestivals, bei dem sechs Konzerte binnen drei Wochen die ganze Vielfalt klassischer Musik widerspiegeln. Vom 24. Mai bis 14. Juni können Musikfreunde großartige Konzerte international renommierter Künstler erleben. Ermöglicht haben das Thomas und Annette Pagel sowie deren Bruder Wolfram Christ. Letzterer ist den Klassikkennern im In- und Ausland seit vielen Jahren wohlbekannt - als einer der wenigen führenden Bratschisten und als Dirigent. Der gebürtige Hachenburger musiziert(e) mit vielen großen Persönlichkeiten, von Claudio Abbado bis Herbert von Karajan. Für Konzerte und Musikprojekte reiste er rund um den Globus, dirigierte unter anderem in Kopenhagen und Neuseeland, in Caracas und Sydney, in Südafrika und Italien. Seit 1999 lehrt Wolfram Christ als Professor für Viola an der Musikhochschule Freiburg, von 2004-2008 war er Chefdirigent des Kurpfälzischen Kammerorchesters Mannheim. Als künstlerischer Leiter des "Hachenburger Frühlings" hat er ein Programm zusammengestellt, das wahrhaft neugierig macht. Überdies finden die Konzerte zu moderaten Eintrittspreisen an teils überraschenden Orten statt: ● Sonntag, 24. Mai, 17 Uhr: "Zigeunerweisen" lautet der Titel des großen Eröffnungskonzertes in der Rundsporthalle, bei dem Wolfram Christ erstmals die Philharmonie Südwestfalen und den Philharmonischen Chor Südwestfalen dirigieren wird. Solist an der Violine ist sein Sohn Raphael Christ. Eintritt: 22 Euro. ● Freitag, 29. Mai, 20 Uhr: Eine Reise durch das barocke Italien gibt es in der evangelischen Kirche in Altstadt. Der weltberühmte Blockflötist Maurice Steger und Björn Colell (Theorbe und Barockgitarre) spielen Werke von Mancini, Fontana und anderen. Eintritt: 20 Euro. ● Montag, 1. Juni, 20 Uhr: Im Kino Cinexx ertönen die "Roaring Hooves" (Dröhnende Hufe) und entführen die Zuhörer in die Weite der Mongolei. Das Freiburger Schlagzeugensemble wird dort dem mongolischen Obertongesang und der Pferdekopfgeige begegnen. Bernhard Wulff serviert dazu passende Fotos auf der Leinwand. Eintritt: 20 Euro. ● Donnerstag, 11. Juni, 17 Uhr: Die tolle Akustik der Altstädter Kirche nutzen die Bläsersolisten Reinhold Friedrich (Barocktrompete) und Jörgen van Reijin (Barockposaune). Mit Unterstützung des Barock Consort Heidelberg-Amsterdam spielen sie Werke von Biber, Bertali und anderen. Eintritt: 20 Euro. ● Samstag, 13. Juni, 19 Uhr: In der Stadthalle wird das Akkordeon im Mittelpunkt eines köstlichen Gesprächskonzertes stehen. Teodoro Anzellotti (Akkordeon) und Wolfram Christ (Bratsche) spielen Werke von Bach bis Piazolla. Dazu gibt es ein viergängiges Gourmet-Menü heimischer Spitzenköche. Eintritt: 55 Euro (nur Vorverkauf). ● Sonntag, 14. Juni, 16 Uhr: Zum Abschluss erklingt (nicht nur) für Kinder in der Rundsporthalle der Klassiker "Peter und der Wolf". Es musiziert die Rheinische Philharmonie Koblenz unter der Leitung von Wolfram Christ. Sprecher ist der Hamburger Schauspieler Dietmar Mues. Eintritt: 12 Euro, Familienkarte 25 Euro. "Ich bin sehr froh, dass in der kurzen Zeit der Vorbereitung alle angesprochenen Kollegen zugesagt haben", sagt Wolfram Christ. Zudem lobt er die prompte Unterstützung durch die Hachenburger KulturZeit, denn es sei heute "außergewöhnlich", dass eine Stadt sofort Ja sage zu einem solchen Projekt, "ohne Wenn und Aber". Das Kompliment gibt Bürgermeister Peter Klöckner gerne zurück. Für die Stadt sei es "eine Ehre und Auszeichnung", wenn sich ein international so renommierter Künstler derart engagiere und namhafte Kollegen in die Stadt bringe. Dieses neue Segment bereichere die breite Kulturarbeit. Da sei die Stadt gerne bereit, das finanzielle Risiko zu tragen. Klöckner: "Das dürfte aber wohl kaum notwendig werden. Vielmehr freue ich mich schon auf eine Wiederholung 2010." Ziel ist es, mehr Menschen an die klassische Musik heranzuführen und Schwellen-ängste abzubauen. Christ: "Wir wollen auf keinen Fall elitär sein. Besonders wichtig sind dabei die Kinder." Bei "Peter und der Wolf" können die Kleinen zum Beispiel locker auf Matten sitzen. Klöckner lobt ausdrücklich das Engagement von Annette und Thomas Pagel, die ihr Organisationsgeschick bereits mit zwei gelungenen Gourmetkonzerten unter Beweis gestellt haben. Auch ihre Sponsorensuche führte zum Erfolg. Elmar Hering Westerwälder Zeitung Februar 2009 Info und Vorverkauf in der Hähnelschen Buchhandlung
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Schumann Klavierquintett beim Luzern Festival
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Schumann Klavierquintett beim Luzern Festival
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Wolfram Christ mit dem Auckland Philharmonia Orchestra
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